Beide Hamburger Teams draußen
vom 28.01.2012
Ausgesprochen spannende Qualifier-Partien haben die Zuschauer am Samstagnachmittag beim German Curling Masters in Hamburg erlebt. Unter den Augen von Hamburgs Sportsenator Michael Neumann hatte Lokalmatador John Jahr mit seinem Team allerdings das Nachsehen gegen die alten Rivalen vom Team Burba (Allgäu).

Knackpunkt der Partie war ein Dreier, den die Routiniers aus dem Süden schon im zweiten End schrieben. Da hatte der Hamburger Fourth Felix Schulze ganz viel Pech, weil er nur um Nuancen an einem eigenen Zweier vorbei schrammte, stattdessen die drei Steine des Gegners kassierte. „Ich hatte ihn eigentlich perfekt getroffen, aber dann hat eine minimale Berührung unseren Stein noch weglaufen lassen. Das war großes Pech!“, so Schulze. Diesem Rückstand liefen die Hamburger lange hinterher. Als es im 7. End gelang, auf 3:5 zu verkürzen, keimte noch einmal Hoffnung auf, doch die Allgäuer brachten die Partie mit dem Recht des letzten Steins im letzten End souverän zu Ende. Schmankerl am Rande, dass Skip Andy Kapp nun gegen sein altes Team, das Team Herberg, im Viertelfinale antreten muss.
Das dänische Nationalteam konnte den Aufwärtstrend bestätigen. Rasmus Stjerne und seine Mannschaftskameraden beherrschten das tschechische Team Klima nahezu nach Belieben und hatte den souveränen 9:2-Erfolg bereits nach dem sechsten End sicher. Die Dänen treffen um 18.30 Uhr im Viertelfinale nun auf das norwegische Team Mellemseter.
Auch das Team um Skip Alexander Baumann aus Baden Hills und Schwenningen konnte seinen Qualifier gegen den anderen tschechischen Vertreter Team Vojtus vorzeitig beenden. Auch hier stand am Ende ein 9:2 als Endergebnis. Die Baumann und seine Teamkameraden bekommen es im Viertelfinale mit den bislang ungeschlagenen US-Amerikanern vom Team George zu tun.
Bis zum letzten Stein hatte das als Außenseiter ins Turnier gestartete zweite Team des Curling Club Hamburg ihren Qualifier gegen die Russen um Andrey Tselousov offen gestaltet. Julius Diekmann versuchte mit dem allerletzten Stein noch das Unmögliche, konnte die gut im Haus positionierten Steine der Russen aber nicht mehr alle rausspielen. Letztlich musste sich das junge Team den Russen mit 5:7 geschlagen geben, konnte aber mit seiner Turnierleistung durchaus zufrieden sein. Die Russen treffen nun im Viertelfinale auf das Schweizer Team Bangerter.